Johanna Meadows

Nachhaltige Kommunikation

Im Fitnessstudio Strom erzeugen – geht das?

Power to go

19. November 2015

Ein Fitnessstudio ist eigentlich das reinste Kraftwerk: Täglich setzen wir dort mit unseren Muskeln Energie frei. Wie können wir die weiterverwenden?

Auch Umweltverbände haben sich diese Frage gestellt: Schon 2004 luden der Naturschutzbund und der Verkehrsclub Deutschland zum weltweit ersten regenerativen Fitnessstudio ein (Pressemitteilung). Die Idee: Transformations-Dynamos würden die auf dem Fahrrad produzierte Energie direkt ins Stromnetz einspeisen.

Klingt zu schön, um wahr zu sein? Ist es auch. Die Meldung war ein Aprilscherz.

Was damals noch völlig utopisch schien, ist in England heute Wirklichkeit. The Great Outdoor Gym Company betreibt Fitnessparks auf öffentlichen Plätzen. Seit ein paar Jahren auch mit Geräten, die Strom produzieren, wenn man sie nutzt. Damit können Studenten eines Colleges jetzt zum Beispiel ihre Handys aufladen. Die überschüssige Energie wird ins Netz eingespeist und fließt ins Unigebäude.

Geht das auch in Deutschland?

Ganz so weit sind wir in Deutschland noch nicht. Aber einen Vorreiter gibt es auch hierzulande: das Green Gym Berlin. Betreiber René Eick, 52 Jahre, Fitnesstrainer auch Maschinenbauingenieur, hat es schon immer gewurmt, dass die in seinem Fitnessstudio erzeugte Energie einfach im Trainingsschweiß verpufft. Die Gäste strampeln – und was kommt dabei heraus? Wärme. Dabei wäre doch Elektroenergie viel praktischer.

Um diese Transformation hinzubekommen, baute Eick die Geräte mit ein paar Tüftler-Freunden auseinander, installierte Spannungswandler und legte Kabel zu einer Batterie. „Bis wir raus hatten, wie es funktionieren könnte, vergingen ungefähr vier Monate“, erzählt Eick. Damals, 2009, sei er der erste in Europa gewesen, der diese Idee in die Tat umsetzte. Insgesamt schloss er 19 Fahrradergometer und Crosstrainer an das interne Stromnetz an. Über Steckdosen an den Geräten können Mitglieder ihre Handys oder MP3-Player aufladen und so ihren selbst produzierten Strom mitnehmen. Die nicht verwendete Energie fließt in die Beleuchtung des Kardiobereichs.

Eine Frage des Profits

„Man darf sich aber nichts vormachen“, räumt Eick ein. „Wer eine Stunde auf dem Crosstrainer schwitzt, erzeugt um die 80 Wattstunden. Damit kann man zwei Glühlampen eine Stunde lang zum Leuchten bringen.“ Um ein Handy komplett zu laden, müsse man schon zwei bis drei Stunden trainieren. Das erklärt wohl auch, warum das Studio in Prenzlauer Berg mit seinen stromproduzierenden Geräten noch immer allein auf deutscher Flur ist. „Die Technik ist noch nicht so effizient, dass die Industrie eine Möglichkeit auf Profit sieht“, sagt Eick. Auch er selbst verdiene an der Idee kein Geld.

René Eick geht es aber um etwas anderes. Die Leute kämen in sein Studio, um sich gesund und fit zu halten. Wenn sie ihre eigene Energie nach dem Workout mitnehmen können, gäbe es einen doppelten Nutzen: „Zum einen steigert es die Motivation. Zum anderen wird ihnen bewusst, wie Energie erzeugt und genutzt werden kann. Vielleicht denken sie dann auch Zuhause darüber nach, woher ihr Strom kommt.“

Nicht ohne mein Fahrrad

Noch ist das Interesse an grünen Fitnessgeräten auf dem deutschen Markt überschaubar. Immerhin kommt die Technik aber spielerisch zum Einsatz: In vielen Städten finden zum Beispiel Fahrradkinos statt. Dabei treten mehrere Menschen auf festmontierten Fahrrädern in die Pedale, um Strom für die Projektion eines Films zu erzeugen.

Hier setzt auch das Startup Pedal Power aus den USA an. Das Unternehmen designt zweckentfremdete Fahrräder, um Strom zu generieren. Denn warum sollte man die Effizienz eines Fahrrads nur nutzen, um sich fortzubewegen? Besonders wertvoll könnte die erstrampelte Energie bei einem Stromausfall werden und für Menschen in Entwicklungsländern, meinen die Gründer.

Pedal Power ist davon überzeugt, dass die Fahrradtechnologie für viele tägliche Aufgaben eingesetzt werden kann. Die eigene Energie zu nutzen statt den Strom einfach vom Netz zu zapfen, mache nicht nur Spaß, schreiben die Unternehmer auf ihrer Website. Man begreife besser, wie viel Energie man verbraucht. Das könnte dabei helfen, seinen ökologischen Fußabdruck zu verringern.

Zum Artikel
Schlagwörter
, , , , , ,
Kategorien

MITTENDRIN

Das Info-Magazin der GEWOBA

18. Oktober 2014

mittendrin-gewoba-info-magazin-johanna-meadows

Im Einsatz für die ältere Generation: Das Magazins MITTENDRIN gibt Senioren Anregungen, ihr Leben aktiv zu gestalten.

Im Alter nicht vereinsamen, sondern teilhaben an der Gesellschaft und so lange es geht eigenverantwortlich leben – das sind Themen der MITTENDRIN. Das Mietermagazin der Bremer Wohnungsbaugesellschaft GEWOBA erscheint dreimal jährlich in einer Gesamtauflage von 20.800 Exemplaren. Als Projektleiterin und Redakteurin begleite ich den Produktionsprozess von Anfang bis Ende: Ich recherchiere Themen, beauftrage geeignete Texter, briefe die Fotografen, schreibe und redigiere Artikel, überprüfe Satz und Layout. Ein prägnantes Merkmal des Magazins sind die Titelgeschichten, in denen jedes Mal eine bekannte Persönlichkeit mit Bremen-Bezug portraitiert wird. So schmückten bereits Henning Scherf, James Last, Dirk Busch, Hans-Dietrich Genscher sowie Uli Beckerhoff den Titel.

Unternehmenspolitik auf Nachhaltigkeit ausgerichtet
Die GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen setzt sich für soziale Stadt- und Quartiersentwicklung in Bremen und Bremerhaven ein. Mit rund 42.000 verwalteten Wohnungen und Gewerbeimmobilien ist sie der größte Anbieter von Mietwohnungen in Bremen, Bremerhaven und Oldenburg. Das Unternehmen verbindet wirtschaftliches Wachstum mit Klimaschutz und sozialem Gewissen: Es verpflichtet sich selbst zum Deutschen Corporate Governance Kodex, bietet kostenlose Energie-Spar-Checks und wohnbegleitende Services für ältere Mieter an.

www.gewoba.de
Schlagwörter
, , , ,
Kategorien

Zugang zu Therapie und Bildung schaffen

AGEH-Fachkraft in Kenia

1. September 2014

portrait-jutta-wermelt-johanna-meadows

Einen typischen Alltag hat Jutta Wermelt in Kenia nicht. Die Ergotherapeutin arbeitet in dem ostafrikanischen Land als integrierte Fachkraft für die Organisation Special Education Professionals (SEP). Mit einem multi-disziplinären Team setzt sich die NGO für Bildung, Rehabilitation und Gesundheitsfürsorge in Kenia ein.

„Jeder Tag sieht anders aus“, sagt die Entwicklungshelferin. Im Rahmen ihrer Teilzeitstelle beschäftige sie sich hauptsächlich mit der Organisationsentwicklung: Policy-Entwicklungen, strategische Planung und Planung von Workshops für Eltern mit behinderten Kindern. Finanziert wird Jutta Wermelts Mitarbeit von der Bethlehem Mission Immensee, für die sie ebenfalls tätig ist: Mit einer weiteren Teilzeitstelle ist sie die Landeskoordinatorin in Kenia und derzeit für sieben Fachkräfte verantwortlich.

Die Entwicklungszusammenarbeit interessiert Wermelt schon seit Jahren. „Ein Einsatz im Ausland ermöglicht das Kennenlernen und Verstehen von anderen Wertvorstellungen, fremden Lebensumständen und Kulturen“, so die 42-Jährige. „Das Leben und Arbeiten in einem globalen Kontext bietet Herausforderungen, aber auch immer lohnende und befriedigende Erfahrungen im Rahmen einer sinnvollen Tätigkeit.“ Die kenianische Organisation SEP arbeitet überwiegend mit Freiwilligen zusammen. Derzeit gibt es drei Vollzeitkräfte, Jutta Wermelt als Teilzeitkraft, sowie über 45 Freiwillige, zu denen auch die Leitung und stellvertretende Leitung gehören.

Jutta Wermelt engagiert sich auch in den Partnerprojekten von SEP, begleitet und evaluiert laufende Projekte und bildet SEP-Mitarbeiter weiter. Außerdem kommen Konsultationen von Eltern mit behinderten Kindern hinzu. In der Republik am Indischen Ozean werden Fachkräfte wie Wermelt dringend gebraucht: „Das Gesundheitswesen in Kenia hat zwar in den letzten Jahren Fortschritte gemacht, ist allerdings von nachhaltiger Versorgung noch weit entfernt“, erklärt die Ergotherapeutin. Dies liege an zu wenig ausgebildetem Personal und schwachen Gesundheitssystemen. „80 Prozent der Menschen mit Behinderungen lebt in Entwicklungsländern“, führt Wermelt fort. „Jeder Fünfte der weltweit ärmsten Menschen ist behindert.“

Die Organisation SEP versucht daher, die Situation in Kenia zu verbessern, indem sie den Zugang zu Therapie und Bildung vor allem für benachteiligte Familien ermöglicht. Der Hauptfokus liegt auf Schulungen von Therapeuten und Lehrern sowie Community-Mitgliedern. „Durch meinen beruflichen Hintergrund kann ich SEP bei einem Wissenstransfer systematisch unterstützen – von einfachen Prozessen bis hin zu Projekten mit internationalen Organisationen“, so Jutta Wermelt.

In Zusammenarbeit mit ihren Kollegen konnte Wermelt in den vergangenen Jahren Netzwerke mit anderen NGOs aufbauen, die ebenfalls im Behindertenbereich tätig sind. „Wir konnten gemeinsam mehrere Awareness-Tage in einkommensschwachen Gebieten durchführen. Daraus resultierte eine therapeutische sowie schulische Beratung für Familien mit behinderten Kindern“, berichtet die Entwicklungshelferin. Außerdem habe sich die Anzahl an Workshops mit unterschiedlichen Themenbereichen erhöht. Dies ermögliche einkommensschwachen Familien einen verbesserten Zugang zu therapeutischen Interventionen. Workshops und Trainings würden nun systematischer durchgeführt.

So ist Jutta Wermelts Arbeit vor Ort immer wieder von vielen positiven Gegebenheiten geprägt. „Mich persönlich freut die Entwicklung meiner jungen kenianischen Kollegen sehr, die offen ihre Fortschritte und Herausforderungen teilen. Die direkten Auswirkungen von Schulungen zu sehen, ist sehr befriedigend.“ Ein Beispiel ist eine junge kenianische Ergotherapeutin: Sie habe sich über Schulungen und „Training of Trainers“ beruflich und persönlich so erfolgreich weiterentwickelt, dass sie nun selbst Schulungen und Fortbildungen durchführt und eine wichtige Position in der Organisation innehat. Ein weiteres positives Erlebnis: Durch die Netzwerkarbeit wurden Fördergelder genehmigt, mit denen SEP nun in fünf Community-Projekten über zwei Jahre lang Workshops und Schulungen für Mütter und Betreuer von Kindern mit Behinderung durchführen kann.

Neben den erfreulichen Erfahrungen bei einem Einsatz in der Entwicklungszusammenarbeit gibt es aber auch immer Herausforderungen. „Es ist sehr wichtig, sich abzugrenzen von der manchmal überwältigen Not und Armut, die in Kenia herrschen“, sagt Jutta Wermelt. „Ohne gute Abgrenzung entwickelt man Zynismus oder verfällt in eine Hilflosigkeit, die einem die Sicht auf jene Dinge verschränkt, die gut laufen.“ Ebenso entscheidend sei es, täglich eine gewisse Portion Gelassenheit und Ausgeglichenheit mitzubringen, um den teils schwierigen Arbeitsbedingungen zu begegnen. „Ich empfinde es als sehr interessant, mein fachliches und praktisches Wissen mit den interkulturellen Herausforderungen zu vereinen“, verrät Wermelt. „Es ist ein Balance-Akt, sich kulturell anzupassen, aber auch Anstöße zu Veränderungen zu geben.“ Die Zusammenarbeit mit ihren einheimischen Kollegen mache ihr viel Freude. Der interkulturelle Austausch sei hierbei äußerst wichtig: „Nur so habe ich die Möglichkeit, den lokalen Kontext immer besser zu verstehen und einen Beitrag zum wirkungsorientierten Arbeiten zu leisten.“

Zum Artikel
Schlagwörter
, , , , ,
Kategorien

The Mother of Punk

Mode gegen das Establishment: Vivienne Westwood

16. April 2014

Vivienne Westwood gehört zu England wie rote Telefonzellen und Fish 'n' Chips. Sie ist ein Superstar der Modewelt und hat London zu einem Zentrum der Haute Couture gemacht. In ihren Anfangsjahren sorgte die heute 73-Jährige aber nicht unbedingt mit ihrem Talent für edle Fummel für Aufsehen, sondern mit ihrem Feldzug gegen das Establishment.

Während der Studenten- und Bürgerrechtsbewegungen Mitte der 60er Jahre protestierten Menschen weltweit gegen die herrschenden Eliten. Sie warfen ihnen vor, weniger privilegierte Schichten zu unterdrücken. „Vivienne Westwood hatte ein gutes Gespür für das, was auf der Straße passierte. Sie griff es auf und setzte es in Mode um“, sagt Dorothee Warning, Leiterin der Nähwerkstatt an der Berliner Hochschule der Künste. Sie lernte die Westwood kennen, als diese zwölf Jahre lang als Gastdozentin in Berlin unterrichtete.

Westwoods Mode sei zudem eine Rebellion gegen Gehorsam und Respekt vor Gesetz und Obrigkeit gewesen. „Erziehung hieß damals: Solange du deine Füße unter meinem Tisch hast, machst du, was ich dir sage“, erklärt Warning. Aber nicht bei Vivienne Westwood!

Mit Lack und Leder gegen den Strom

Mit Lack und Leder, Sadomaso und Sicherheitsnadeln lehnte sich Westwood, die in einer Arbeiterfamilie im Norden Englands aufwuchs, gegen das System auf. Konformität und der Geschmack der Massen waren und sind ihr zuwider. „Ich sah mich damals noch nicht als Modemacherin“, sagte sie 1997 dem Zeit-Magazin. „Wir suchten nach Motiven der Rebellion, um es dem Establishment zu zeigen.“ Das Ergebnis war Punk. Unterstützt und inspiriert wurde sie dabei von ihrem damaligen Mann Malcolm McLaren, der die Sexpistols managte. Zusammen eröffneten sie 1971 ihre erste Boutique an der King’s Road 430.

Heute gilt Westwood als Erfinderin der Punkmode: „Diese Art von Kleidung, zerfetzt und mit provokativen Aufdrucken, mit Bildern von nackten Menschen – das war zu der Zeit noch sehr revolutionär“, weiß Dorothee Warning. „Das hat sich einfach nicht gehört. Heute hat man sich an so was ja gewöhnt.“

Hauptsache unpopulär

Wer Westwoods Kreationen trug, wurde zum Mitglied der Gegenkultur. Das Mädchen aus einfachem Hause strebte danach, Werte und Geschmack auf den Kopf zu stellen, alles anders zu machen als die anderen. „Nur durch unpopuläre Ideen kann man die Welt verändern, sie sind die einzige Möglichkeit der Subversion“, sagt die Designerin selbst.

1981 brachte Westwood ihre erste professionelle Mode-Kollektion heraus, die berühmte Piraten-Kollektion – ein Abschied von der Punkszene, die drohte zum Mainstream zu werden. 1983 trennte sie sich auch von McLaren. Es dauerte lange, bis die Medien ihre Verwandlung registrierten. Ständig auf ihre Vergangenheit angesprochen sagte sie einst im Stern-Interview: „Ich habe Besseres zu tun, als alten Ideen nachzuhängen. Punk war für mich eine reine Fingerübung. Ich wollte herausfinden, inwieweit man die Verhältnisse verändern kann, indem man das System attackiert.“

Mit Mode gegen den Konsum

Bei ihrer subversiven Haltung blieb Westwood aber erst einmal – mit Mode abseits des Mainstream gegen das Zeitalter der Massenproduktion. Dennoch: Mit ihren Haute Couture Linien, die sie nun mit Talent und Ideenreichtum entwarf, wurde sie immer erfolgreicher. Das System, das Westwood so sehr bekämpfte, machte sie schließlich zu einer internationalen Marke, die noch immer sehr begehrt ist.

Trotzdem ist sie politisch immer aktiv geblieben, vor allem, wenn es um Aktionen gegen den Klimawandel geht. So entwarf sie zum Beispiel T-Shirts für die Organisationen Cool Earth und Greenpeace. Ihr Kampf gegen die Erderwärmung ist auch immer noch ihr Kampf gegen eine zunehmend auf Konsum fixierte Welt. Doch was wäre Westwoods High-End-Mode ohne den Kapitalismus und Materialismus von heute?

„Man muss einerseits natürlich sagen, dass die Fashion Weeks in Paris, London, Tokio die Fahnenstange des Überkonsums und der Kapitalwirtschaft sind“, sagt Boris Schinke von der Organisation Germanwatch. „Da werden Dinge vorgestellt, die sich nur bestimmte Eliten leisten können und die eigentlich niemand braucht. Das heißt, es wird eine künstliche Nachfrage geschaffen.“

Man könne so einen systemischen Fehler entweder komplett ablehnen, meint der Experte für Internationale Klimapolitik, oder – und so mache es Westwood – aus dem System heraus versuchen, etwas zu ändern. „Ich finde es eigentlich gut, wenn eine Topdesignerin so ein Forum nutzt, um mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu fordern. Sie kennt sich gut aus in der Modewelt, sie versteht die Mechanismen und weiß, welche Kanäle sie adressieren kann, damit ihre Message ankommt“, sagt Schinke.

Ohne Schlüpfer zur Queen

Die „Designerin der Anarchie“ lässt sich gern durch historische Epochen beeinflussen und liebt Stoffe im britischen Stil – Wolle, Tweed und Schottenkaros. Ihren immer neuen Mode-Erfindungen hat sie es zu verdanken, dass sie zweimal hintereinander die Auszeichnung zur britischen Modeschöpferin des Jahres bekam. Auch Queen Elizabeth II wollte Westwoods Verdienste um die britische Mode nicht ungewürdigt lassen. 1992 verlieh sie ihr den „Order of the British Empire“. In einem medienwirksamen Moment ließ Westwood dabei vor den Fotografen ihren Rock hüpfen und offenbarte: Unter ihrer durchsichtigen Strumpfhose trug sie eindeutig keinen Schlüpfer. Da war sie wieder, die Rebellin.

Und obwohl Vivienne Westwood zum silbernen Thronjubiläum der Queen ein T-Shirt trug, auf dem die Königin mit Sicherheitsnadel in der Lippe und Graffiti über den Augen zu sehen war, erhielt sie 14 Jahre später auch noch den Ritterschlag von ihr – die Ernennung zur Dame Vivienne Westwood.

Macht es doch selbst!

Heute nutzt sie ihr Standing, um der Fashion-Industrie zu zeigen, wie es anders gehen kann. Sie sagt: Ihr müsst meine Kleider nicht kaufen. Macht sie doch selbst! Sie regt zum Do-it-yourself an, setzt sich für Recycling ein und dafür, weniger Dinge zu besitzen. Auch sie hat 30 Jahre lang, sogar zu sehr erfolgreichen Zeiten, in einer Zwei-Zimmer-Wohnung gelebt. Ihre aktuelle Revolution heißt „Climate Revolution“, die sie auf ihrem Blog vorantreibt. Sie ist für Westwood der ultimative – und vielleicht letzte – Kampf, wie sie in einem Video auf Dazed Digital sagt: „Wenn wir den nicht gewinnen, wird es die Menschheit nicht mehr geben.“

Zum Artikel
Schlagwörter
, , , ,
Kategorien

„Ein Charakter, der die Leute berührt“

Willi Fliedl malt und filmt, um sich auszudrücken: Ohne sprechen zu können liebt er den Kontakt zu Menschen

1. September 2013

HUCHTING. Willi Fliedl ballt die Hand mit den rot lackierten Fingernägeln zur Faust und dreht sie in der Luft. „Wenn es nach ihm ginge, wäre er Vielflieger“, erklärt Bernd Dabow, der seit 23 Jahren Freund und Betreuer des Schwerstbehinderten ist. Die beiden unternehmen viel zusammen, denn Fliedl ist am liebsten unterwegs – in der Stadt ist er bekannt wie ein bunter Hund.

Willi Fliedl ist Optimist. Seine aufgeschlossene und fröhliche Natur lässt vermuten, dass er nur noch selten an seine Tage in der Langzeitpsychiatrie Kloster Blankenburg zurückdenkt. „Körperlich gesehen hatte Willi früher nur eine Gehbehinderung“, weiß Gunnar Zropf aus den Akten. Der Leiter der Tagesstätte, in der Fliedl heute betreut wird, hat selbst erfahren, wie sein Klient damals behandelt wurde. „Er musste die ganze Zeit liegen. Und zwar im hintersten Zimmer der geschlossenen Abteilung, im allerletzten Bett.“

Durch die mangelnde Bewegung wurden Fliedls Gelenke steif und seine Muskeln und Sehnen verkürzten. Heute ist er nur noch in der Lage, seinen linken Arm zu benutzen. Mit diesem kommuniziert er – richtig sprechen kann der 68-Jährige nicht.

Nach der Auflösung des Klosters vor 25 Jahren zog Willi Fliedl ins Wohnheim der Arbeiterwohlfahrt (AWO) an der Amersfoorter Straße 8. Seine Tage verbringt der freiheitsliebende Mensch in der benachbarten Tagesstätte, wo er beim projektorientierten Lernen teilnimmt. Dabei ergeben sich für Fliedl viele Möglichkeiten, seinen Hobbies – dem Malen und dem Filmen – nachzugehen.

„Als sich seine Gruppe mit dem Thema ‚Von der Kuh zur Milch‘ beschäftigte, filmte Willi die Ausflüge zum Bauernhof“, erläutert Bernd Dabow, der sich selbst als Fliedls rechte Hand bezeichnet. Der gelernte Erzieher versteht die Laute und Gestik des Schwerstbehinderten wie kein Anderer. Auch bei Feiern und Projektabschlüssen ist Fliedl zur Stelle. Die Videokamera, die er von seinem Halbbruder geschenkt bekommen hat, wird dann hinter Fliedls Kopf am Rollstuhl befestigt. „Das ist sehr interessant, weil wir dann nachher alles aus seiner Perspektive sehen können“, sagt Gunnar Zropf.

Für Willi Fliedl sei das eine Möglichkeit, sich auszudrücken und Anerkennung zu bekommen, so der Leiter der AWO-Einrichtung. Jeden Dienstag ist Fliedl zudem im Blaumeier-Atelier, wo er sich mit Malerei, Schauspiel und Musik beschäftigen kann. Bei Ausstellungen des Ateliers konnte der kontaktfreudige Mann bereits zwei von ihm bemalte 1,80 mal 1,80 Meter große Leinwände verkaufen. Mit dem Erlös erfüllte er sich seinen Traum und flog mit einem Flugzeug nach Berlin. Bei der Erinnerung erstrahlt das junge Gesicht des 68-Jährigen und er nickt zustimmend.

Fliedls liebste Tätigkeit aber ist es, unterwegs zu sein und Menschen zu treffen. „Eine Handbewegung nach vorne und ich weiß Bescheid – Willi will los“, lacht sein Betreuer. Also geht es täglich mit Bus und Bahn in die Innenstadt, die Wallanlagen, zur Waterfront oder an den Werdersee.

Und dabei passiert etwas, das den Erzieher immer wieder zum Staunen bringt: „Willi hat eine Gabe, mit Menschen in Kontakt zu treten. Er ist ein Charakter, der auf Leute einen Eindruck macht und etwas in ihnen berührt.“ So komme es, dass Fliedl etwa beim Durchqueren der Sögestraße alle paar Meter gegrüßt werde. „Willi kommuniziert auf seine eigene Art, und zwar mit Deutschen wie mit Türken und Afrikanern, mit Kindern wie mit Älteren“, sagt Bernd Dabow. „Wenn Inklusion einen Namen hätte, dann wäre es Willi Fliedl.“

Ein bis zwei Mal im Monat unternimmt der Betreuer auch außerhalb seiner Dienstzeit etwas mit seinem Klienten, der inzwischen vielmehr ein Freund geworden ist. „Wir gehen zu Spielen der zweiten Fußballmannschaft von Werder Bremen, zum Handball oder ins Theater“, so Dabow. Er kennt Fliedl mehr als gut, weiß, dass dieser einen großen Gerechtigkeitssinn hat, dass er sehr gerührt sein kann, dass er gern Kartoffelbrei isst und seinen Kaffee mit zwei Stücken Zucker und Milch trinkt.

„Und, was machen wir heute noch?“, fragt Dabow. Willi Fliedl gibt ihm ein Zeichen, das „filmen“ bedeutet. „Genau, wir wollten uns noch sein Filmmaterial anschauen“, erinnert sich der Erzieher. Denn als das Bürger- und Sozialzentrum sowie die AWO-Einrichtungen auf dem Gelände kürzlich ihr 25. Jubiläum feierten, war Fliedl natürlich dabei und hielt seine ganz persönlichen Eindrücke fest.

Zum Artikel
Schlagwörter
, , , , ,
Kategorien

Bio + fair = mehr?

Bremen Global Championship: 300 Schüler nehmen an umweltpolitischem Turnier teil

2. Juni 2013

mitte-bio-fair-mehr-130602-973x646

BREMEN. Welchen Weg legt eine Jeanshose zurück und unter welchen Bedingungen wird eigentlich Coltan für unsere Handys abgebaut? Mit diesen Fragen beschäftigten sich elf Klassen aus Bremen beim Global Championship 2013. Das Motto in diesem Jahr: „Bio + fair = mehr?“ Ziel war es, dass sich Jugendliche eine eigene Meinung zu gerechten Produktionsbedingungen bilden konnten.

„Wir wollen nicht, dass die Mädchen und Jungen nachbeten, was wir sagen“, erklärt Christopher Duis vom Bremer entwicklungspolitischen Netzwerk. „Vielmehr sollen sie sich Gedanken darüber machen, was sie gut und was sie schlecht finden.“ Beim Projektauftakt im März wurde jeder Klasse ein Land zugelost, mit dem sich die Schüler in der Folge unter den Gesichtspunkten Bio und fairer Handel auseinandersetzten.

Die Veranstalter, unter anderen das entwicklungspolitische Netzwerk, Brot für die Welt, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland sowie Unicef schickten Referenten in die Klassen, um den Teilnehmern thematische Anregungen zu geben. „Wir besuchten die Schüler zum Beispiel mit Experten aus Senegal, Kamerun und Brasilien“, so Duis.

Zudem arbeiteten die Jugendlichen in den vergangenen Wochen an einem eigenen Projekt. „Uns war es wichtig, dass die Idee eine Außenwirkung hat, dass sie unter dem Motto „Bio + fair = mehr?“ steht und mit dem jeweiligen Land zu tun hat“, erklärt Duis weiter. Herauskamen etwa eine Schülerzeitung sowie selbstgedrehte Videos.

In dieser Woche versammelten sich die rund 300 Teilnehmer zum abschließenden Fußballturnier im Stadtgarten. Den Wettbewerb trugen die Klassen aber auch an verschiedenen dort aufgebauten Stationen aus. Bewertet wurden dabei Teamgeist, Fairplay, Wissen, Cleverness und Engagement.

So gab es etwa eine Bananen-Station, an der die achten Jahrgänge den Unterschied zwischen einer herkömmlichen und einer Bio-Plantage kennenlernten. An einer Koch-Station halfen die Schüler dem Schulküchenverein, Bioessen für alle zuzubereiten. Außerdem erfuhren sie, wie es ist, nur bei Kerzenschein zu nähen.

„Am meisten hat mir das Fußballspiel gefallen“, erzählt Jannes Krogmann aus der achten Klasse des Gymnasiums Horn. Aber auch die inhaltlichen Aspekte schienen bei ihm und seinen Kameraden einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen zu haben. „Es war interessant, die Bedingungen in einer Coltan-Mine kennenzulernen“, sagt Mats-Michel Evers. „Mit Hammer und Meißel in eine harte Wand zu schlagen und Säcke voll Steine zu schleppen, ist ganz schön anstrengend.“

Originalartikel
Schlagwörter
, , , , , , ,
Kategorien

„Tempo aus dem Alltag nehmen“

In der Stadt vermehrt sich der gemeine grüne Daumen – immer mehr Urban-Gardening-Projekte

24. Juni 2012

tempo-aus-dem-alltag-nehmen-120724

BREMEN. Urban Gardening – was ist das eigentlich? Projekte zum städtischen Gärtnern, wie es zu Deutsch heißt, finden sich in der ganzen Stadt. Die Ideen und Initiativen könnten unterschiedlicher kaum sein. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: die Nähe zur Natur.

Ob Verkehrsinseln, Brachflächen, Gartengemeinschaften oder Familiengärten – das städtische Gärtnern kennt keine Grenzen. Abzuheben ist es vom sogenannten Guerilla Gardening. Diese Form der Bepflanzung des öffentlichen und privaten Raums geschieht nämlich in der Regel unerlaubt und unorganisiert. Urban-Gardening-Projekte hingehen sind legale Aktionen, die meist von gemeinnützigen Vereinen getragen werden. Viele von ihnen verfolgen neben dem bloßen Ziel, zu Gärtnern und mit der Natur in Kontakt zu kommen, auch eine soziale Komponente.

Kommunikation anregen
So bepflanzt der Verein zur Förderung akzeptierender Jugendarbeit (Vaja) mit Kindern und Jugendlichen öffentliche Plätze wie etwa verwahrloste Verkehrsinseln. Die Aktionen in der Vahr dienen nur zum Teil der Stadtverschönerung. Wiebke Jopp erklärt, worum es noch geht: „Wir wollen die Schüler anregen, sich mit ihrem Quartier zu identifizieren und bei seiner Gestaltung mitzuwirken.“ Das gemeinsame Gärtnern rege die Kommunikation untereinander, aber auch mit anderen Bewohnern des Stadtteils an.

Schnupper-Gärten
Wer einen Blick vom Osten in den Westen wirft, wird feststellen: Auch dort wird urban gegärtnert. Der Verein der Gartenfreunde „Am Mittelwischweg“ etwa startete in diesem Jahr ein neues Projekt im Kleingartengebiet In den Wischen. Es werden verschiedene Gartenformen und offene Treffs auf leer stehenden Parzellen angeboten. Dabei besteht die Möglichkeit, an einem Wochenende Kurzzeitferien im Kleingarten zu machen und so einmal ins Gärtnern hineinzuschnuppern.

Ein weiteres junges Projekt richtet sich speziell an Kinder, die in der Umgebung der Überseestadt zur Schule gehen. Der Verein Hafenschulgarten möchte Heranwachsenden den biologischen Anbau von Nutzpflanzen näherbringen: „Wir bewirtschaften eine städtische Brachfläche, legen gemeinsam Beete an und informieren über die einzelnen Pflanzen“, erklärt Sebastian Tischendorf. Aktuell werde eine Garten-AG mit einer zweiten Klasse der Grundschule Nordstraße durchgeführt.

Auf der anderen Weserseite, in Woltmershausen, konzentriert sich der Verein Effektive Mikroorganismen (EM) darauf, chemiefrei zu gärtnern und einen guten Nährboden für Pflanzen zu entwickeln. Aktiv tut er dies auf einer Brachfläche vom Umweltbetrieb Bremen, die zusammen mit dem Kleingärtnerverein „Fortschritt“ bepflanzt wird. EM informiert über die Wirkungsweise und Anwendungsmöglichkeiten regenerativer Mikroorganismen und will dazu in Zukunft auch Praxis-Seminare anbieten. „Derzeit suchen wir noch Menschen, die Lust haben, beim Verschönern der Fläche mitzuwirken“, so Danja Blümel von EM.

Entschleunigung
„Die Gründe für städtisches Gärtnern sind vielfältig“, sagt die Historikerin Kirsten Tiedemann. Manche protestieren gegen die Skandale in der Nahrungsmittelproduktion, andere haben die Stadtentwicklung im Fokus. Ob Globalisierungskritiker, Anarchisten oder Umweltaktivisten: Letztendlich gehe es auch darum, Tempo aus dem Alltag zu nehmen, einen Ausgleich zu finden und gemeinsam kreativ zu sein.

Wer Lust bekommen hat, seinen grünen Daumen zu erforschen, kann sich an den Verein Ökostadt Bremen wenden. Im Kulturzentrum Lagerhaus haben Mitglieder verschiedener Vereine eine Arbeitsgemeinschaft zum Thema Urban Gardening gegründet. Der Zusammenschluss verfolgt das Ziel, eine Plattform zur Bündelung von Ideen zu schaffen.

Download
Schlagwörter
, , , , , ,
Kategorien

Boris Becker besucht die „Kicking Girls“

Grundschule am Pastorenweg gewinnt Integrationspreis / Fußball-AGs für Mädchen mit Migrationshintergrund

4. März 2012

boris-becker-besucht-die-kicking-girls-120304

GRÖPELINGEN. Integration durch Fußball – das hat sich die Grundschule am Pastorenweg zum Ziel gesetzt. Sie führt Mädchen mit Migrationshintergrund an den Sport heran und gewann dafür kürzlich den Integrationspreis des Deutschen Fußballbundes. Am Mittwoch besuchte Tennislegende Boris Becker das soziale Projekt.

„Sport hat die Kraft, die Welt zu verändern“, sagte Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela im Jahr 2000. Diesen Gedanken verfolgt auch die Laureus-Stiftung „Sport for Good“. Sie setzt sich seit über zehn Jahren für sozialen Wandel ein. In Bremen unterstützt sie das Projekt „Kicking Girls“ der Grundschule am Pastorenweg, bei dem es darum geht, Mädchen mit und ohne Migrationshintergrund für den Teamsport Fußball zu begeistern. Dafür gewann die Schule Anfang Februar den Integrationspreis und erhielt einen Mannschaftsbus im Wert von 45.000 Euro.

Um der Idee noch mehr Aufmerksamkeit zu verleihen, besuchte am Mittwoch Tennislegende Boris Becker die Gröpelinger Schule. Er ist selbst Vorstandsmitglied und Botschafter der Stiftung. „Es ist wichtig, dass Kinder auf verschiedenen Ebenen lernen miteinander umzugehen und auch außerschulische Erfolgserlebnisse haben“, so Becker.

Die siebenjährige Sydney Zoey Bittner, deren Eltern aus Polen stammen, erzählt, dass sie schon viele Freunde über das Fußballspielen kennengelernt habe. „Meine kleine Schwester beschäftigt sich lieber mit ihren Barbies, aber Sport finde ich besser.“

14 unterschiedliche Nationen seien an der Schule vertreten, so Rektorin Birgit Busch. „Aber der Sport verbindet die Kulturen. Auch die Lernmotivation wird durch den Mannschaftssport gestärkt.“ Zudem gehe es laut Stefanie Möllenkamp, Geschäftsführerin der Laureus-Stiftung in Deutschland, darum, „Mädchen die Möglichkeit zu geben, aus ihren traditionellen Rollen herauszukommen und Emanzipation durch Sport zu erreichen“.

Projektleiter Ulf Gebken vom Institut „Integration durch Sport und Bildung“ an der Carlvon-Ossietzky Universität Oldenburg freute sich über die Entwicklung der Initiative am Pastorenweg. „Derzeit bieten wir drei Mädchen-AGs an. Es gibt aber eine so große Nachfrage, dass wir sechs eröffnen könnten.“ Neben dem Kicken in der Schule sei aber auch die Teilnahme an Turnieren eine wichtige Erfahrung für die Kids: Im Wettkampf komme es auf viel Willenskraft und Teamgeist an.

Incinur Ekinci nimmt gern an Turnieren teil, auch weil ihre Eltern dann zum Zugucken kämen und sie anfeuerten. „Ich habe Fußball erst in der Schule kennengelernt. Der Sport macht mir total viel Spaß, ich trainiere jede Woche einmal“, berichtet die Siebenjährige mit türkischem Migrationshintergrund.

Ziel des Projekts, das in den kommenden drei Jahren auf 30 Schulen in ganz Deutschland ausgeweitet wird, ist es, die Mädchen langfristig für den Sport zu begeistern.

Zum Schluss seines Besuchs kickte Boris Becker noch ein wenig mit den Kindern in der Turnhalle. Dass die Kleinen es mit einem ehemaligen Tennisstar zu tun hatten, war den meisten wohl kaum bewusst. Ihre Aufmerksamkeit lag ganz auf dem rollenden Lederball.

Download
Schlagwörter
, , , , , ,
Kategorien

Referenzen

  • Leseproben