Johanna Meadows

Nachhaltige Kommunikation

Vegane Soßen und Gerichte – 3 leckere Rezeptideen

2. Juni 2018

Ihr würdet euch gern etwas veganer ernähren, euch fehlen aber Ideen für richtig leckere Soßen zu Nudeln, Kartoffeln, Reis und Co.? Ihr werdet erstaunt sein, wie einfach und schmackhaft es geht.

Ich habe euch drei meiner Lieblingsrezepte rausgesucht, die sich auch beliebig abwandeln lassen:

Spaghetti mit scharfer Paprika-Tomatensoße

Wenn ich nicht weiß, was ich kochen soll und keine Zeit habe, stundenlang in der Küche zu stehen, ist dieses Rezept eins meiner Favoriten. Die Zutaten habe ich eigentlich immer vorrätig, weil man damit alles Mögliche schnell zubereiten kann. Das einzige, was man ggf. frisch besorgen muss, ist die Paprika. Mein Tipp also an dieser Stelle: Habt die folgenden Zutaten einfach immer auf Lager (Chilischoten und Basilikum kann man auch getrocknet kaufen).

  • 500 g Spaghetti
  • 200 g Paprika
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Zwiebel
  • 2 Dosen gewürfelte Tomaten
  • 1 EL Basilikum
  • 1 EL Öl
  • 1-2 Chilischoten
  • 2 EL Tomatenmark
  • Salz, Pfeffer


Zubereitung:

Spaghetti in Salzwasser bissfest garen. Paprika waschen und in Streifen schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und würfeln. Öl in einem Topf erhitzen und Zwiebel, Knoblauch und Paprika darin anschwitzen. Tomaten zugeben und ca. 5 Minuten kochen lassen. Chilischoten klein schneiden und mit dem Tomatenmark zur Sauce geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum Schluss noch das Basilikum zugeben – fertig!

Pak Choi-Linsen-Curry

Zurzeit ist Pak Choi regional verfügbar, daher habe ich dieses leckere vegane Curry-Gericht mit auf die Favoritenliste gesetzt. Die Zubereitung gelingt im Handumdrehen und ich empfehle auch hier, die Zutaten einfach immer vorrätig zu haben, da man sie für so viele Gerichte verwenden kann. Wenn ihr frischen Ingwer nehmt, könnt ihr ihn einfach im Topf mit andünsten. Ingwerpulver nutzt ihr am besten zum Abschmecken am Ende.

  • Basmatireis
  • 500 g Pak Choi
  • 200 g rote Linsen
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Sesam
  • 2 EL Öl
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 2 EL Zitronensaft
  • Ingwer
  • Kurkuma
  • Currypulver
  • Salz, Pfeffer


Zubereitung:

Pak Choi waschen, die Stiele würfeln und Blätter in Streifen schneiden. Zwiebeln und Knoblauch schälen und würfeln. Linsen in ein Sieb geben und mit Wasser abbrausen. Öl in einem Topf erhitzen und Zwiebeln, Knoblauch, ggf. frischen, kleingeschnittenen Ingwer sowie Pak-Choi-Stiele darin anschwitzen. Sesam, etwas Kurkuma und 1 TL Currypulver dazugeben und ebenfalls anschwitzen. Pak-Choi-Blätter und Linsen zugeben, andünsten und mit Brühe und Kokosmilch angießen. Bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer, ggf. Ingwerpulver und Zitronensaft abschmecken. Dazu passt Basmatireis.

Wirsing-Zwiebel-Pfanne

Auch Wirsing hat wieder Saison und es gibt unendlich viele leckere Gerichte mit der aromatischen Kohlsorte. Eins meiner Lieblingsrezepte besteht aus einer veganen Soße mit Zwiebeln und Senfkörnern, welche super zu Bratkartoffeln oder Kartoffelpüree passt. Und das braucht ihr dafür:

  • 1 Wirsing
  • 2 Zwiebeln
  • 2 EL vegane Butter oder Öl
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 2 TL Senfkörner
  • Handvoll Walnusskerne
  • Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle


Zubereitung:

Vom Wirsing die äußeren Blätter entfernen, dann den Wirsing längs vierteln, den Strunk keilförmig ausschneiden und ebenfalls entfernen. Die Blätter quer in feine Streifen schneiden, in ein Sieb geben und kurz mit kaltem Wasser abbrausen. Die Zwiebeln schälen, längs halbieren und längs in dünne Spalten schneiden. Vegane Butter oder Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln darin goldbraun braten, Wirsing dazugeben und kurz andünsten. Gemüsebrühe zufügen, Senfkörner einrühren und zugedeckt 15 bis 20 Minuten dünsten. In der Zwischenzeit die Walnusskerne grob hacken und ohne Fett in einer Pfanne rösten. Den Wirsing mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Walnusskerne zugeben. Dazu passen Bratkartoffeln oder Kartoffelpüree.

Lasst es euch (vegan) schmecken!

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Amaranth – was kann das Powerkorn?

11. April 2017

Die kleinen gepufften Samen wandern jeden Morgen in mein Müsli, aber was ist Amaranth eigentlich genau? Es kann wie Getreide verwendet werden, ist aber keins. Deshalb nennt man es auch Pseudogetreide. Klingt irgendwie nach „Möchte-gern-Getreide“, aber der Eindruck täuscht. Denn Amaranth hat einiges zu bieten.

Amaranth gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse und wird auf Deutsch auch „Fuchsschwanz“ genannt. Damit ist klar, warum es sich bei Amaranth um ein Pseudogetreide handelt: „Echte“ Getreidesorten zählen zu den Süßgräsern.

Ursprünglich stammt Amaranth aus Mittel- und Südamerika und wird dort als Grundnahrungsmittel geschätzt. Auch in Europa wird das Scheingetreide immer beliebter. Vor allem unter Vegetariern, Veganern und Menschen mit Zöliakie: Mit 15 bis 18 Prozent hat Amaranth einen Eiweißgehalt, den keins der herkömmlichen Getreide erreicht. Außerdem ist Amaranth glutenfrei.

An Mineralstoffen liefert Amaranth vorwiegend Phosphor, Kalium, Magnesium und Kalzium, aber auch Zink, Kupfer und Mangan. Bemerkenswert ist zudem der für eine Pflanze relativ hohe Eisenanteil.

Anspruchslos und vielseitig

Verbreitet ist der Fuchsschwanz mit seinen über 70 Arten auf allen Kontinenten mit Ausnahme der Antarktis. Die krautigen, meist einjährigen Pflanzen werden bis zu zwei Meter hoch und sind sehr anspruchslos. Eine einzelne Pflanze bildet bis zu 70.000 Samen, die über mehrere Jahre im Boden keimfähig bleiben. Amaranth wächst sogar in Höhen über 4.000 Metern. Für den deutschen Markt wird bereits ein Teil in den Alpen angebaut.

Amaranth ist leicht nussig im Geschmack und ihr könnt damit super euer Müsli ergänzen. Die Mini-Körner sind in der Küche vielseitig einsetzbar und schmecken auch in Suppen, Aufläufen, Risottos, Mixgetränken, Süßspeisen oder als Riegel.

Wenn ihr die ungepufften Samen als Beilage verwenden wollt, gebt die Körner einfach mit der doppelten bis dreifachen Menge Wasser in einen Topf und lasst sie nach dem Aufkochen etwa eine halbe Stunde auf kleiner Flamme köcheln. Die Blätter und Triebe könnt ihr ähnlich wie Spinat oder Mangold kochen oder, wenn sie jung und zart sind, roh im Salat genießen.

Amaranth im eigenen Garten

Wer einen Garten hat, kann Amaranth problemlos im eigenen Garten anbauen. In Bezug auf die Bodenqualität ist die Pflanze wie gesagt recht bescheiden, aber auf ein sonniges Plätzchen mag sie nicht verzichten.

Mit der Aussaat wird Mitte April begonnen, die Blütezeit ist von Juli bis August und die Sammelzeit für Blätter und Samen findet von September bis Oktober (vor dem ersten Frost) statt. Die dunkelroten Blütenstände werden abgeschnitten und getrocknet. Die winzigen Samen fallen dann von alleine heraus.

Nachhaltigkeit mit Fragezeichen

In Deutschland erhältliches Amaranth und alle Produkte daraus stammen überwiegend aus der Andenregion Mittel- und Südamerikas. Besonders nachhaltig ist das aufgrund des langen Transportwegs natürlich nicht. Außerdem entsprechen die Kontrollen für ökologischen Anbau in den Herkunftsländern nicht immer den europäischen Standards. Teilweise gehen durch den Anbau für den Export auch dringend benötigte Nahrungsmittel für die Menschen vor Ort verloren.

Eine Alternative wäre eine Kultivierung von Fuchsschwanz in Europa, da die Pflanze auch hier ausgezeichnet gedeiht. Fazit: Amaranth aus Mittel- und Südamerika am besten nur ausnahmsweise konsumieren beziehungsweise beim Kauf darauf achten, dass als Herkunftsland Deutschland (oder zumindest ein europäischer Nachbar) angegeben ist.

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Was Hip-Hop mit veganem Fastfood zu tun hat

15. Januar 2016

bento-was-hip-hop-mit-veganem-fastfood-zu-tun-hat

Xond, das heißt gesund. Auf Schwäbisch versteht sich. Xond soll eine gesunde, vegane Bio-Fastfood-Kette werden. Bio und Fastfood klingt widersprüchlich? Nicht für Andreas Läsker, genannt Bär. Für bento.de habe ich mich mit dem Musikproduzenten über seine Idee unterhalten.

Der Manager der Fantastischen Vier will nun die Gastroszene rocken. Und zwar 100 Prozent vegan. Dass ihn das Thema beschäftigt, zeigte er schon Anfang 2015 mit seinem Buch „No Need for Meat“. Für den 52-Jährigen steht fest: Möchte man den ganzheitlichen Weg gehen, gibt es keine andere Option, als sich vegan zu ernähren. Daher auch der Slogan „Xond – nix wie veg“.

Mit seiner Idee will Andreas Läsker die immer wachsende Nachfrage nach veganer Ernährung decken. Er findet das aktuelle Angebot viel zu klein: „Wenn ich durch Stuttgart laufe, fällt mir immer wieder auf, dass man auf die Schnelle nur Schrott essen kann“. Currywurst, Pommes, Pizza, Döner – braucht kein Mensch, meint der Feinschmecker. Zumindest nicht tierisch und fetttriefend. Fritten soll es auch bei Xond geben, aber deren Fettanteil beträgt nur fünf Prozent.

Die Gerichte für das Restaurant hat das Team von Xond selbst entwickelt. Läskers Highlight: das Xondwich mit Zucchini, getrockneten Tomaten, der eigens kreierten Mayo und Räuchertofu. „Bloß nichts, was durchsuppt wie Gurken und Tomaten“, sagt Läsker, der viel und gerne kocht. Es wird auch anderes klassisches Fastfood geben, nur eben in bio und vegan.

Warum Fastfood?

„Wir leben in einer sehr schnellen Zeit“, sagt der Stuttgarter. „Und manchmal brauchen wir auch eine schnelle Mahlzeit. Das muss aber nicht gleichbedeutend mit ungesund sein.“ Gesunde Ernährung sei viel einfacher als die meisten sich das vorstellen. Er wolle zeigen, dass man auch mit Fastfood bewusst leben kann – und nicht auf Kosten von Tier und Umwelt.

Warum Kette?

Xond wird ein Franchise-Unternehmen, andere können also Xond-Filialen eröffnen, wenn sie eine Lizenzgebühr an Läsker zahlen. „Der Aufwand, das Baby großzuziehen, soll sich ja auch lohnen“, sagt er. Und die Marktlücke für vegane, gesunde und schnelle Kost sei überall in Deutschland riesig. Die erste Filiale wird voraussichtlich Ende März im zentralen Stuttgarter Leonhardsviertel öffnen. Gespräche mit Franchise-Partnern in weiteren Städten werden bereits geführt.

„Wir machen direkt neben einer Currywurstbude auf – besser geht’s nicht!“ Andreas Läsker

Im Xond-Team mischen inzwischen viele junge Leute mit. „Manche haben sich über Facebook gemeldet und wir bekommen viele Mails von Leuten, die einfach Bock haben mitzuhelfen.“ Für Läsker ist längst offensichtlich, dass vegane Ernährung kein Trend mehr ist, sondern ein Paradigmenwechsel. „Das geht auch nicht wieder zurück“, ist er überzeugt.

In der Musikbranche hat Andreas „Bär“ Läsker schon bewiesen, dass er Marktvoraussicht, strategisches Denken und Marketingwissen mitbringt: Aus den vier Stuttgarter Jungs, die ihm in seinem Plattenladen 1989 ihr Tape in die Hand drückten, wurde eine der beliebtesten Hip-Hop-Gruppen Deutschlands.

Bei seinem neuen Projekt hofft er auf denselben Erfolg: Er sieht in Xond nicht nur ein Restaurant, sondern eine Marke. Eigene Xond-Produkte wie Ketchup, Majo und Senf sind in der Entwicklung und Kooperationen mit Krankenkassen, Personalabteilungen und Ernährungsberatern in Planung. Auch eine rein vegane Messe, Vorträge und Kochkurse will Xond anbieten.

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Was Hip-Hop mit veganem Fastfood zu tun hat

Die Schnittstelle heißt „Bär“

10. Dezember 2015

Xond, das heißt gesund. Auf Schwäbisch versteht sich. Xond soll eine gesunde, vegane Bio-Fastfood-Kette werden. Bio und Fastfood klingt widersprüchlich? Nicht für Musikproduzent Andreas Läsker, genannt Bär.

Der Manager der Fantastischen Vier will nun die Gastroszene rocken. Und zwar 100 Prozent vegan. Dass ihn das Thema beschäftigt, zeigte er schon Anfang des Jahres mit seinem Buch „No Need for Meat“. Für den 52-Jährigen steht fest: Möchte man den ganzheitlichen Weg gehen, gibt es keine andere Option, als sich vegan zu ernähren. Daher auch der Slogan „Xond – nix wie veg“.

Mit seiner Idee will Läsker die immer wachsende Nachfrage nach veganer Ernährung decken. Er findet das aktuelle Angebot viel zu klein: „Wenn ich durch Stuttgart laufe, fällt mir immer wieder auf, dass man auf die Schnelle nur Schrott essen kann“. Currywurst, Pommes, Pizza, Döner – braucht kein Mensch, meint der Feinschmecker. Zumindest nicht tierisch und fetttriefend. Fritten soll es auch bei Xond geben, aber deren Fettanteil beträgt nur fünf Prozent.

Die Gerichte für das Restaurant hat das Team von Xond selbst entwickelt. Läskers Highlight: das Xondwich mit Zucchini, getrockneten Tomaten, der eigens kreierten Mayo und Räuchertofu. „Bloß nichts, was durchsuppt wie Gurken und Tomaten“, sagt Läsker, der viel und gerne kocht. Es wird auch anderes klassisches Fastfood geben, nur eben in bio und vegan.

Warum Fastfood?

„Wir leben in einer sehr schnellen Zeit“, sagt der Stuttgarter. „Und manchmal brauchen wir auch eine schnelle Mahlzeit. Das muss aber nicht gleichbedeutend mit ungesund sein.“ Gesunde Ernährung sei viel einfacher als die meisten sich das vorstellen. Er wolle zeigen, dass man auch mit Fastfood bewusst leben kann – und nicht auf Kosten von Tier und Umwelt.

Warum Kette?

Xond wird ein Franchise-Unternehmen, andere können also Xond-Filialen eröffnen, wenn sie eine Lizenzgebühr an Läsker zahlen. „Der Aufwand, das Baby großzuziehen, soll sich ja auch lohnen“, sagt er. Und die Marktlücke für vegane, gesunde und schnelle Kost sei überall in Deutschland riesig. Die erste Filiale wird voraussichtlich Ende März im zentralen Stuttgarter Leonhardsviertel öffnen. Gespräche mit Franchise-Partnern in weiteren Städten werden bereits geführt.

„Wir machen direkt neben einer Currywurstbude auf – besser geht’s nicht!“ Andreas Läsker

Im Xond-Team mischen inzwischen viele junge Leute mit. „Manche haben sich über Facebook gemeldet und wir bekommen viele Mails von Leuten, die einfach Bock haben mitzuhelfen.“ Für Läsker ist längst offensichtlich, dass vegane Ernährung kein Trend mehr ist, sondern ein Paradigmenwechsel. „Das geht auch nicht wieder zurück“, ist er überzeugt.

In der Musikbranche hat Andreas „Bär“ Läsker schon bewiesen, dass er Marktvoraussicht, strategisches Denken und Marketingwissen mitbringt: Aus den vier Stuttgarter Jungs, die ihm in seinem Plattenladen 1989 ihr Tape in die Hand drückten, wurde eine der beliebtesten Hip-Hop-Gruppen Deutschlands.

Bei seinem neuen Projekt hofft er auf denselben Erfolg: Er sieht in Xond nicht nur ein Restaurant, sondern eine Marke. Eigene Xond-Produkte wie Ketchup, Majo und Senf sind in der Entwicklung und Kooperationen mit Krankenkassen, Personalabteilungen und Ernährungsberatern in Planung. Auch eine rein vegane Messe, Vorträge und Kochkurse will Xond anbieten.

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